Kreisverband für Obst-, Gartenbau und Landespflege Miesbach e.V.

 

Gartentipps

 

Der Gartenbauverein Hausham informiert:

Blütenstauden
als Bienenweide

Auflistung geeigneter Pflanzen

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Gartentipp des Gartenbauverein Holzkirchen
Autorin: Renate Müller

Mein „Wintergarten“

Jetzt beginnt die farbenarme Jahreszeit. Die Beete leeren sich, die Ernte liegt in den letzten Zügen und man schaut wehmütig in seinen kahlen Garten. Können wir den Garten nicht mal auch für den Winter gestalten?  Für Frühjahr und Sommer haben wir unendlich viele Ideen, und für den Winter?

Wir können in den Beeten einige Pflanzen stehen lassen, noch etwas Feldsalat aussäen, oder vielleicht Kresse, die noch kurz austreibt, aber nicht mehr Erntegröße erreicht. Dafür haben wir einen bedeckten Boden, der mit Raureif zauberhaft aussieht und im Frühjahr gleich als Gründungung untergearbeitet werden kann.

Große Schneehügel verraten die Stauden darunter und gestalten die Schneedecke. Sie können sich überlegen, ob sie noch alle Pflanzen wissen, die sich da verbergen.

Hatten sie Sonnenblumen, die ihre schweren Blütenteller im Regen beugen und für hungige Gäste bereitstehen? Lassen sie Samenstände stehen, damit sich die letzen Insekten darauf niederlassen können als Futter für andere. Dunkle Fruchtstände kontrastieren gut mit dem weißen Schnee. Der zusammen gebundene Schopf eines Ziergrases ergibt einen funkelnden Blickfang bei Rauhreif in der Sonne. Die Vögel und Insekten bedanken sich für einen nicht perfekt aufgeräumten Garten. Freuen sie sich über ein Stück Wintergestaltung im Garten und über das Leben das im Vorborgenen weitergeht.

November 2013


 

Gartentipp der Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege
Autorin: Eva Bichler-Öttl

Äpfel richtig ernten und lagern

Wer einen reich tragenden Apfelbaum im Garten hat, darf sich glücklich schätzen, denn „an apple every day keeps the doctor away“! – vorausgesetzt Sie haben eine lagerfähige Sorte! Gute Lagersorten wie Geflammter Kardinal oder Kaiser Wilhelm lassen sich bei guten Bedingungen ohne weiteres bis ins Frühjahr einlagern. Bei Ernte und Lagerung sollten Sie jedoch einiges beachten. Den richtigen Erntezeitpunkt erkennen Sie daran, dass sich die Früchte bei Drehung leicht vom Baum lösen. Wählen Sie nur die schönsten Früchte für die Lagerung aus: schadhafte, unreife, überreife Früchte und solche ohne Stiel sind ungeeignet. Sie verderben im Lager schnell. Um Fäulnis aufgrund von Druckstellen zu vermeiden, sollten Sie die Äpfel beim Pflücken und Einlagern wie „rohe Eier“ behandeln.

Zur Lagerung sollten die Äpfel in einem kühlen, aber frostfreien und luftfeuchten Raum ein- oder zweilagig in geeigneten Lattengestellen, Obstregalen oder gestapelten Obstkisten ausgelegt werden. Somit können die Äpfel gut kontrolliert und faulende regelmäßig aussortiert werden. Wenn es in ihrem Lagerraum zu lufttrocken ist, wie in den meisten modernen Kellerräumen, so können Sie die Äpfel in spezielle, im Fachhandel erhältliche Folienbeutel verpacken. Nach 2 Wochen Lagerzeit darf man nicht vergessen, die Beutel mit einer Stecknadel mehrfach einzustechen, damit das beim Nachreifen entstehende Kohlendioxid entweichen kann.

Für diejenigen Äpfel, die sich nicht für die Lagerung eignen und die Sie nicht zeitnah zu Apfelstrudel und sonstigen Köstlichkeiten verarbeiten können, empfiehlt sich die Verarbeitung zu lange haltbarem Apfelsaft oder auch Apfelessig mithilfe der Obstpresse in Gotzing. Unter Tel. 0174/5283890, tagsüber von 8.00 – 18.00 Uhr können Sie dort einen Termin vereinbaren.

Für die Beerntung großer Streuobstwiesen kann sich übrigens der Einsatz von Baumschüttler und Obstigel – ausgeklügelte technische Geräte zum Ernten von Fallobst – lohnen. Nähere Informationen hierzu erhalten Sie in der Kreisfachberatung unter 08025/704-3326.

Oktober 2013


 

Gartentipp des Gartenbauverin Hausham
Autorin: Christa Unterrainer

Treffpunkt für Insekten
(Bienen, Hummeln, Schwebfliegen, Schmetterlinge)

Jetzt im Spätsommer finden die Insekten vielerorts nur noch wenig natürlich wachsende Nahrung, die für die Überwinterung sehr wertvoll und überlebenswichtig ist. Das Blütenangebot des Wirtschaftsgrünlandes hat um diese Jahreszeit drastisch abgenommen bzw. es blüht überhaupt nichts mehr.
Wir Blumenfreunde und Gartler sollten daher auch an Pflanzen denken, die diese Aufgabe bis in den Spätherbst hinein durch ihre späte Blüte übernehmen. Astern in deren Gattung weit über 20  verschiedene Sorten in der gärtnerischen Kultur sich anbieten. Es gibt sie für den zierlichen Steingarten bis hin zu mannshohen Prachtstauden. Astern eignen sich für sonnige Staudenbeete wie die Sorten: Zwergaster, Bergaster, Kissenaster Myrtenaster, Lichtblaue Aster, Herzblättrige Aster. Für halbschattige bis schattige Plätze eignen sich: Busch- oder Waldaster, Großblättrige Aster und die Leberbalsam-Aster bestens. Die aufgezählten Sorten werden 15 cm bis 1,20 m hoch. Die hohen Sorten wie Glattblattastern und Raublattastern werden 80 cm – 1,80 m hoch.
Kissenastern bevorzugen einen nährstoffreichen, eher feuchten Boden. Die Stauden sind dankbar für Kompostgaben. Bei Trockenheit im Spätsommer und Herbst sollte man sie wässern. Durch gute Pflege lässt sich auch der Befall mit Mehltau ziemlich eindämmen. Ebenfalls sehr gute Insekten- und Bienenweiden sind Blutweiderich, Fette Henne, Goldrute, Bartblume, Sonnenhut, kleinblütige Dahlien, Salbei, Minze, Erika und alle Herbstblumen, die offene Blütenkelche hervorbringen.
Wer noch einen kleinen Platz im Garten findet, kann ein kleines Insektenhotel aufstellen.
Die Fetthenne und auch sonstige Spätblüher bilden schöne Samenstände, die ihren Reiz selbst bei den ersten Nachfrösten und im Winter haben. Diese Samenstände sind auch für Vögel im Winter eine interessante Nahrungsquelle.

Informationen aus dem Gartenratgeber Ausgabe: 10/2012 und 9/2013

September 2013


Gartentipp des Gartenbauverein Gmund
Autorin: Silvia Thaler

Bienenweide

September - jetzt ist die rechte Zeit, um die „Bienenweide“ für den Frühling zu Pflanzen.Wenn die Bäume und Büsche noch kahl sind und die warme Frühlingssonne auf den Boden fällt, erwachen unsere Sonnenanbeter, die Zwiebelblumen. Sie sind die erste Anlaufstelle für die fleißigen Bienen.Jedoch brauchen sie eine durchlässige, humose Erde mit sandigem bis lehmigen Unterboden um richtig zu gedeihen.
Die Tulpen z.B. sind Zuwanderer aus dem Süden. Sie verfaulen in nassen, zu schweren Böden und kümmern vor sich hin. Für sie sticht man die Löcher etwas weiter aus, um ihnen etwas Steinmehl und Sand als Drainage zugeben zu können.Am besten kauft man die Blumenzwiebeln nicht plastikverpackt im Supermarkt, sondern lose beim Gärtner. So ist gewährleistet,dass die Zwiebeln fest, ohne Druckstellen und Schimmel sind und man gesunde Ware bekommt.

Zwiebelblumen wirken am schönsten, wenn sie großflächig, als Blumenteppich oder in Grüppchen blühen. Hierfür nimmt man eine Handvoll Zwiebeln und wirft sie locker auf den Boden, dort wo diese liegen bleiben, wird eingepflanzt. Mit Kindern, macht das besonders Spaß. Man steckt die Zwiebeln doppelt so tief in die Erde, wie sie hoch sind. Aber richtig herum: spitze Seite nach oben, flache Seite nach unten. Über reifen Kompost als kleine Starthilfe, freuen sich die Frühjahrsblüher sehr. Schön ist, verschiedene Blumenzwiebeln mit unterschiedlicher Blühzeit zu Pflanzen, so kann man sich an ständig wechselnder Blüte erfreuen und die hungrigen Bienen auf Nahrungssuche, haben über Wochen einen gedeckten Tisch. Nach dem großen Auftritt der Blütezeit, legen sie eine Ruhepause ein, die Nährstoffe zieht es in die Knolle zurück, das Laub vergilbt, dann werden die Blätter vollstandig gelbbraun. Jetzt erst ist die Zeit gekommen, sie zu schneiden oder zu mähen.

Viel Spaß beim Pflanzen der farbenfrohen “Bienenweide“, die der Frühling hervorzaubern wird. Wie heißt es so schön:
„Der Gemeinschaft selbstlos, tapfer und treu zu Dienen, das lernen uns die Bienen“.


Gartentipp des Gartenbauvereines Irschenberg
Autorin: Uschi Weiß

Kräuterweihe an Maria Himmelfahrt

Schon seit dem 9. Jahrhundert werden zu diesem Fest Kräuter gesegnet. Der Legende nach suchten die Apostel das Grab Mariens auf und  fanden es verlassen vor. Statt des Leichnams waren darin Blumen und Kräuter, welche die Muttergottes auf Erden so sehr ins Herz geschlossen hatte.

Die Heilkraft der Kräuter war schon seit alters her vielen Menschen bekannt. Sie sammelten und trockneten die Pflanzen und verarbeiteten diese zu Tee oder heilkräftigen  Essenzen. Heute werden zum Fest Maria Himmelfahrt, dem 15. August,  sogenannte  Kräuterbuschen gebunden. Die Anzahl der hierzu verwendeten Kräuter schwankt zwischen 7 (der heiligen Zahl) und 99 (der Zahl der Fülle). Meistens jedoch sind es 9 Kräuter, also 3x3, entsprechend der „Zahl des Himmels“. Diese Sträuße werden im Volksmund auch „Neunersträuße“ genannt. In ihrer Mitte ist meistens eine Königskerze zu finden. Rings herum werden Johanniskraut, Arnika, Schafgrabe, Baldrian, Kamille, Wermut, Pfefferminz  und Tausendgüldenkraut angeordnet. Es können auch unsere Getreidepflanzen als Sinnbild für Nahrung für Mensch und Tier eingebunden werden. Mancher gibt auch Rosen oder Lilien als Symbol für die Gottesmutter Maria in seinen Strauß. Der geweihte und zuhause aufgehängte Kräuterbuschen weist hin auf die Schönheit der Natur und schützt angeblich vor Feuer und Blitzschlag.

Kräuter und Pflanzen mit den  unterschiedlichsten Wirkungen:

  • Schafgarbe ist blutstillend
  • Johannniskraut  als Beruhigungsmittel und Wundmittel geschätzt
  • Kamille Verdauungshilfe und entzündungshemmend
  • Baldrian beruhigend und entkrampfend
  • Kümmel Verdauungshelfer
  • Arnika zur Wundbehandlung
  • Wermut stärkt Herz, Leber und Magen und ist bei Nervosität zu empfehlen
  • Bibernelle bei Asthma, Husten und Erkältung

August 2013


Gartentipp des Gartenbauvereines Holzkirchen
Autorin: Renate Müller

Wespen

Das Gartenjahr befindet sich in seiner Hochsaison und die Wespen wuseln immer mehr um uns rum – so empfinden wir das.

Die diesjährigen Wespen sind herangewachsen und werden vom Stock zunehmend weniger versorgt. Ende Juli werden die Blüten im Garten weniger und deshalb suchen sie ihre Nahrung auf unseren gedeckten Tischen. Ihre Leidenschaft für unsere Nahrung ist grenzenlos - und wie viele hungrige Tiere werden sie lästig. Fängt man die ersten Wespen auf unseren Schinken-oder Kuchenplatten schnell weg, können sie ihre Artgenossen nicht sofort informieren.
Wenn man Weintrauben, ihre Lieblingsnahrung auf einem separaten Teller, abseits von unserem Tisch anbietet, nehmen sie mit viel Glück und Geduld unsere Gabe an und lassen uns ungestört essen. Essensreste sollte man sofort wieder wegräumen und auch Krümel entfernen. Marmelade und Honig machen die Wespen aggressiv.
Wespen stechen, wenn sie sich angegriffen fühlen und das fühlen sie sich oft.
Wespen meiden andere Wespennester und fliegen nicht näher hin als 6 m, sagt man. Ich habe mir jetzt für meine Terrasse eine Wespennestattrappe gebastelt und werde das genau beobachten. Bei Erfolg werde ich in den Gartentipps 2014 darüber berichten.
Mit dem ersten Frost ist der Spuk vorbei und die Wespen erfrieren, nur die Königin überwintert in ihrem geschützen Quartier.

KW 28


Gartentipp des Gartenbauvereines Fischbachau
Autor: Ernst Daller

Kapuzinerkresse

Diese schön rot oder gelb blühenden Pflanzen kann man wirklich
als Wundermittel bezeichnen.
Gepflanzt unter Obstbäume halten sie Ameisen und Läuse ab.
Schnecken und Mäuse meiden die Kapuzinerkresse, das ist sicher eine willkommene Hilfe im Garten. Die Blätter und Blüten kann man essen oder sie als Gewürz den Speisen beigeben. Der leicht scharfe Geschmack passt gut zu Salaten und vielen Gerichten.

Kapuzinerkresse ist die HEILPFLANZE 2013!
Der hohe Vitamin C Anteil und die Gulcosinolate, welche sich im Körper in Senföle umwandeln, sind besonders bei Erkältung und Husten wirksam. Weitere Heilwirkungen werden in den Fachbüchern beschrieben.

Die Pflanzen sind leicht selbst zu ziehen:
Den Samen in lauwarmes Wasser oder Kamillentee ca.5 Stunden einweichen dann gleich an Ort und Stelle in die Erde legen. Anspruchsvoll ist die Kapuzinerkresse nicht. Sie liebt Sonne, etwas Halbschatten geht aber auch. Die beste Zeit zur Aussaat ist ab Mitte Mai, bis Ende Juli.
Der Gartenbauverein wünscht viel Freude und Erfolg dabei!

KW 26


Gartentipp des Gartenbauvereines Schliersee
Autorin: Astrid Leitner

Ernteverluste durch Kraut- und Braunfäule an Tomaten

Dieser gefährliche Pilzerreger tritt besonders bei feuchtem Wetter auf.
Meist erst ab Ende Juni werden, beginnend auf den untersten Blättern, graugrüne, später dunkelbraune und bei feuchter Witterung sich schnell ausdehnende Flecken beobachtet. Auf der Blattunterseite kann häufig noch ein weißgrauer, dünner Pilzrasen beobachtet werden. Bei trockenem Wetter und starkem Befall verdirbt das erkrankte Blattwerk ganz und die Pflanze beginnt zu kümmern.

Zur Vorbeugung können Sie folgendes tun: Gießen Sie ohne Früchte und Blätter zu befeuchten, schützen Sie die Pflanzen z. B. mit einer einfachen Überdachung vor Regen, düngen Sie kalibetont und lassen Sie das Blattwerk nicht zu dicht werden. Bei Befall sollten die infizierten Blätter bis zum ersten Fruchtansatz sowie die befallenen Früchte rigoros entfernt werden. Bei sehr feuchtem Wetter kann es sinnvoll sein, die Pflanzen vorbeugend mit einem geeigneten und für den Garten zugelassenen Pilzbekämpfungsmittel zu behandeln.
Wenn möglich, sollte für die Tomatenpflanzen jährlich ein neuer Platz gefunden werden.

Quelle: Gartenratgeber 6/2013

KW 24


Gartentipp des Gartenbauverein Irschenberg
Autorin: Resi Krause

Richtig gießen – leicht gemacht

Für das richtige Geißen gelten drei einfache Grundregeln:

  • Regenwasser ist besser als Brunnen- oder Leitungswasser
  • nicht so häufig (je nach Witterung zwei- bis dreimal in der Woche), dafür  aber kräftig und nicht nur oberflächlich gießen
  • am besten morgens und nicht abends.

Wenn Sie am Abend gießen, muss die Pflanze über Nacht mit den „Füßen“ im kalten Wasser stehen – was ihr nicht gut tut! Außerdem fördern Sie dadurch Schnecken und Pilze. Standortgerecht gepflanzte Bäume und Sträucher können genügend Wasser aus dem Boden schöpfen. Und viele Kräuter und Stauden vertragen Trockenperioden – das hilft Wasser sparen.

Quelle: Natur im Garten

KW 22


Gartentipp des Obst- und Gartenbauvereines Otterfing
Autorin: Ines Weinzierl

Pfingstrosen - Paeonia

Ende Mai, Anfang Juni sieht man sie endlich, die Pfingstrose, mit ihren oftmals so schweren großen Blüten, die bei Regen gerne etwas den Kopf neigen. Die klassische rote Pfingstrosenstaude fehlt in keinem Bauerngarten. Aber es gibt auch einige Arten, die nur wenig bekannt sind.
Den Blühbeginn macht Paeonia tenuifolia, auch Netzblatt-Pfingstrose genannt. Die Blüten stehen dicht über den netzartig, fein geschlitzten, wirkungsvollen Blättern. Eine zarte und dennoch robuste Pfingstrose, die einen durchlässigen Boden und sonnigen Standort liebt.
Unübertroffen in der Blütengröße ist die Strauchpäonie. Die Strauchpfingstrose hat eine erstaunliche Wuchskraft, sie kann sogar zu kleinen Bäumen erzogen werden und als Hecke zurechtgeschnitten werden. Dazu bringt sie jede Menge wunderschöne und duftende Blüten hervor, ist ausgesprochen robust und pflegeleicht. Beim Kauf  unbedingt auf winterharte Sorten achten.
Die Strauchpfingstrose ist so zu pflanzen, dass die Veredlungsstelle mindestens 5-10cm unter der Erde liegt.

Mitunter zicken die Staudenpfingstrosen und wollen nicht blühen. Dann ist es ratsam, die Staude auszugraben und etwas höher zu setzen. Setzen Sie die Pflanze so tief ein, dass die Augen (Knospen) ca. 3 cm hoch mit Erde abgedeckt werden können. Zusätzlich mit organischem Dünger wie Hornspäne versorgen.

Pfingstrosen sollten nur organisch gedüngt werden, auf mineralischen Dünger reagieren sie oft mit gelben Blättern.
Wer sich bei der Auswahl einer Pfingstrose nicht entscheiden kann, dem sei ein Besuch der Weihenstephaner Sichtungsgärten in Freising empfohlen. Ende Mai blüht das groß angelegte Pfingstrosenbeet. Ein Besuch lohnt sich.

KW 20


Gartentipp des Gartenbauvereines Miesbach
Autorin: Brigitte Denz

Kompost !

Kompost ist wertvolles Gut für den eigenen Garten. Deshalb sollte jeder Gartenbesitzer seinen Komposthaufen pflegen. Schalen von Zitrusfrüchten sowie gekochte Speiseabfälle haben nichts darauf verloren, auch beim Rasenschnitt sollte man beachten, nicht zu viel auf einmal zuzugeben. Besser lässt man das Schnittgut trocknen und gibt es portionsweise oder gemischt mit Holzhäcksel dazu. Denn auf dem Kompost soll keine Fäulnis entstehen. Erstens stinkt das „zum Himmel“ und zweitens verhindert es die Kompostierung. Bei einer gesunden Umsetzung arbeiten Kleinstlebewesen und Regenwürmer Hand in Hand, und es entsteht nur ein Duft nach frischem Waldboden. Um die Reife zu prüfen, kann man eine Keimprobe machen, wenn z. B. Gartenkresse gesund auf einer Gabe Kompost keimt und treibt, ist er gebrauchsfertig.

KW 18


Gartentipp des Gartenbauvereines Holzolling
Autor: Josef Killy

"Gesundheit aus dem Garten – Kernobst"

Mit Äpfeln, Birnen, Quitten, Mispeln, Vogelbeeren und anderen Arten lässt sich jeder Speiseplan kreativ und gesund bereichern. Neben dem Geschmackserlebnis bieten sie einen hohen gesundheitlichen Wert durch unterschiedlichste Inhaltsstoffe, wie Mineralstoffe, organische Säuren, Vitamine, sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe, und sind dabei sehr kalorienarm.
Georg Riess beschrieb die positiven Wirkungen von Äpfeln – hier stellvertretend für alle Kernobstarten – in seinem Gedicht

** Iss Äpfel **

Eines musst du stets dir merken, wenn du schwach bist: Äpfel stärken!
Äpfel sind die beste Speise. Für zu Hause, für die Reise,
für die Alten, für die Kinder, für den Sommer, für den Winter,
für den Morgen, für den Abend. Äpfel essen ist stets labend.
Äpfel glätten deine Stirn, bringen Phosphor ins Gehirn.
Äpfel geben Kraft und Mut und erneuern dir dein Blut.
Darum, Freund, so lass dir raten: Esse frisch, gekocht, gebraten
täglich ihrer fünf bis zehn. Wirst nicht dick, doch jung und schön
und kriegst Nerven wie ein Strick – Mensch im Apfel liegt dein Glück !

Ein Obstbaum im Garten lässt die Schönheiten der Jahreszeiten deutlich werden. Ein weiß blühender Birnbaum oder ein rosa blühender Apfelbaum ist ein Höhepunkt des Frühjahrs.
Der Schatten unter einem alten Apfelbaum lässt die Sommerhitze angenehm werden. Goldene Quitten strahlen mit der Herbstsonne um die Wette. Und durch das Gerüst der Bäume scheint die Wintersonne und lässt viel Licht in den Garten.
Dank kleiner Baumformen und robuster Sorten gelingt der Anbau auch in kleinsten Gärten und ermöglicht vielen das "Erlebnis Kernobst" mit all seinen Facetten.

KW 16


Gartentipp des Gartenbauvereines Rottach-Egern-Kreuth
Autorin: Christine Schönnagel

Blickfang und Lebensraum: heimische Sträucher

Den eigenen Garten mit heimischen Laubgehölzen zu gestalten hat im Vergleich zu monotonen Nadelgehölzhecken viele Vorteile. Laubhecken aus Heckenrose, Schlehe, Berberitze oder Kornelkirsche spiegeln die jahreszeitlichen Veränderungen viel besser wider. Das erste zarte Grün als Botschafter des Frühlings, die Blüten im Frühsommer als Lockmittel für unzählige Insekten, die bunten Früchte und das sich verfärbende Laub im Herbst – Laubsträucher sind das ganze Jahr über ein Blickfang im Garten! Nadelgehölze hingegen bieten immer den selben Anblick. Laubhecken bieten in der warmen Jahreszeit, in der man sich im Garten aufhält, genauso ausreichenden Sichtschutz wie eine Thujenhecke.
(Quelle: www.NaturimGarten.at)

KW  14


Gartentipp des Gartenbauvereines Waakirchen-Schaftlach
Autorin: Monika Marstaller

Ein gesunder Boden
für gesunde Gurken- und Tomatenpflanzen

Wenn Sie in Ihrem Gewächshaus wiederholt Probleme mit der Gurkenwelke oder mit anderen schwer bekämpfbaren Bodenpilzen haben, sollten Sie den Boden austauschen oder auf einen einfachen Trick zurückgreifen:
Kaufen Sie Pflanzerde im Plastiksack, legen Sie diese auf den Boden und pflanzen Sie Ihre Gurken- oder Tomatenpflanzen direkt in kreuzförmige Einschnitte in die Plastiksäcke.
Vergessen Sie nicht, in die Unterseite der Säcke Löcher zu stechen, damit überschüssiges Gießwasser ablaufen kann. In einen 20-l-Sack passen 2 Tomaten-  oder  2 Gurkenpflanzen. Pflegen Sie die Pflanzen wie gewohnt und freuen Sie sich über gesundes Wachstum.

Tipp: Wenn Sie bei Ihren Gurkenpflanzen die ersten Blütenansätze entfernen, erreichen sie einen höheren Ertrag – und denken Sie daran: Tomaten- und Gurkenpflanzen nie „über Kopf“ gießen. Das Laub sollte nach Möglichkeit trocken bleiben!

KW 12